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06.06.2026
01:46 Uhr
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SpaceX-Börsengang laut Insidern bereits zweifach überzeichnet +++ Nach Kursverdreifachung: Chipentwickler Marvell steigt in S&P 500 auf +++ Netflix ernennt Hoag zum Chairman – Mitgründer Hastings scheidet aus +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Insider: SpaceX-Börsengang bereits zweifach überzeichnetDer geplante Rekord-Börsengang des Raumfahrtkonzerns SpaceX stößt bei Investoren auf großes Interesse. Die Nachfrage nach den Aktien belaufe sich auf etwa 150 Milliarden Dollar, sagten zwei Insider am Freitag. Damit sei die Emission von 75 Milliarden Dollar bereits zweifach überzeichnet. Zwar gelte eine solche Quote bei stark beachteten Börsengängen oft als bescheiden, angesichts des beispiellosen Volumens sei die Nachfrage jedoch beeindruckend, hieß es in Finanzkreisen. Die Vermarktung stehe zudem erst am Anfang, und viele große institutionelle Anleger reichten ihre Aufträge erfahrungsgemäß erst spät ein. SpaceX reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.Um Investoren zu überzeugen, verweist das Unternehmen von Tesla-Chef Elon Musk bei seinen Präsentationen auf neue Märkte in Billionenhöhe. Neben dem dominierenden Raketengeschäft und dem Satelliten-Internet Starlink rückt SpaceX dabei Künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus. Der Konzern sieht hier einen potenziellen Markt von 23 Billionen Dollar. Da der Ausbau von Rechenzentren in den USA wegen regulatorischer Hürden und Stromengpässen hinter China zurückbleibe, will SpaceX Datenzentren im Weltall aufbauen. Dies soll künftige KI-Kapazitäten sichern. Die Strategie schien bei Investoren aufzugehen: „Viele Leute werden eher erklären müssen, warum sie die Aktie nicht besitzen, als eine Kaufentscheidung zu rechtfertigen“, sagte ein Hedgefonds-Manager.
Netflix ernennt Hoag zum Chairman – Mitgründer Hastings scheidet ausBeim Streamingdienst Netflix rückt der langjährige Direktor Jay Hoag zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats auf. Er folgt auf Reed Hastings, der aus dem Verwaltungsrat des von ihm vor fast drei Jahrzehnten mitgegründeten Unternehmens ausscheidet. Das teilte der Streaming-Anbieter am Freitag in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC mit. Hoag habe die Rolle nach der jährlichen Hauptversammlung am 4. Juni übernommen. Er gehört dem Netflix-Verwaltungsrat seit 1999 an und war dort mehr als ein Jahrzehnt lang das führende unabhängige Mitglied.
Nach Kursverdreifachung: Chipentwickler Marvell steigt in S&P 500 aufNach einer Kursverdreifachung im laufenden Jahr rückt der US-Chipentwickler Marvell Technology in den US-Aktienindex S&P 500 auf. Die Papiere legten nach der Ankündigung des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices vom Freitag im nachbörslichen Handel um weitere sechs Prozent zu. Das Unternehmen ersetzt vor Handelsbeginn am 22. Juni den Schwimmbadausrüster PoolCorp in dem Börsenbarometer.Marvell qualifizierte sich für die Aufnahme, nachdem der Konzern zuletzt die erforderlichen Gewinnkriterien erfüllt hatte. Der Chip-Spezialist profitiert massiv von der Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) und entwickelt maßgeschneiderte Chips für Rechenzentren, die als Alternative zu den knappen und vergleichsweise teuren Prozessoren von Nvidia gelten.
Zinssorgen lösen Verkaufswelle an der Wall Street aus Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht hat am Freitag die Zinssorgen der Anleger neu entfacht und eine Verkaufswelle an der Wall Street ausgelöst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent tiefer auf 50.867 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 2,6 Prozent auf 7384 Zähler nach und beendete damit eine neunwöchige Gewinnserie. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stürzte um 4,2 Prozent auf 25.709 Punkte ab.Im Mai wurden nach Angaben des Arbeitsministeriums 172.000 neue Stellen und damit mehr als doppelt so viele wie von Analysten erwartet geschaffen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. Die robusten Daten werteten Börsianer als Zeichen für eine starke Wirtschaft, sie machten jedoch zugleich Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) zunichte. An den Finanzmärkten wird nun sogar eine Wahrscheinlichkeit von knapp 43 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember eingepriesen.Zusätzlich belasteten schwindende Hoffnungen auf eine rasche Lösung im Iran-Krieg die Stimmung, da eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus die Energiepreise und damit die Inflation weiter anheizen könnte.Besonders hart traf es die in den vergangenen Wochen stark gestiegenen Technologie- und Halbleiterwerte. Der Philadelphia-Halbleiterindex brach so stark ein wie seit März 2020 nicht mehr, wodurch mehr als eine Billion Dollar an Börsenwert vernichtet wurden. „Nach der Rekordjagd der letzten neun Wochen bei Aktien, insbesondere bei Technologie- und Halbleiterwerten, sind heute einfach alle Dämme gebrochen“, sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege der Carson Group. Ohsung Kwon, Aktienstratege bei Wells Fargo, erklärte, die Marktreaktion sei eher durch Gewinnmitnahmen als durch fundamentale Daten getrieben. Der Halbleitersektor sei stark überkauft gewesen, das Ende des Bullenmarktes sei dies jedoch nicht.Unter den Einzelwerten gaben die Papiere des nach Marktwert größten Unternehmens Nvidia um 6,2 Prozent nach. Die Aktien der Konkurrenten Intel, Micron, AMD und Broadcom rutschten zwischen 7,9 und 13,3 Prozent ab. Auch Kryptowerte gerieten unter Druck: Coinbase und MicroStrategy verloren im Sog eines Kursrückgangs der Cyberdevise Bitcoin von 4,1 Prozent rund sieben Prozent an Wert. Unterdessen teilte S&P Global mit, die Aufnahmekriterien für seine wichtigsten Indizes nicht zu ändern. Damit ist ein schneller Einzug des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk in den S&P 500 nach dem geplanten Börsengang faktisch ausgeschlossen.Abseits des Technologiesektors sorgten Unternehmenszahlen für deutliche Kursbewegungen. Die Aktien von Lululemon brachen um 8,6 Prozent ein. Der Sportbekleidungshersteller hatte seine Jahresgewinnprognose gesenkt und für das zweite Quartal Ergebnisse in Aussicht gestellt, die deutlich unter den Erwartungen der Wall Street lagen.Gegen den Trend legten die Papiere von Cooper Companies um 8,6 Prozent zu. Der Hersteller von Kontaktlinsen hatte mit seinen Ergebnissen für das zweite Quartal die Schätzungen der Analysten übertroffen.
C.H.Beck-Verlag übernimmt Mehrheit an dtvDer Münchener Verlag C.H.Beck wird Mehrheitseigentümer der dtv-Verlagsgesellschaft. Bislang gehören C.H.Beck schon rund 21 Prozent an dtv, zum 1. Juli übernehmen die Münchener zusätzlich die Anteile der Hamburger Ganske Verlagsgruppe. Ganske war bislang mit 41 Prozent der größte Gesellschafter des Deutschen Taschenbuchverlags dtv, will nun aber seine Ressourcen gezielt auf „zukünftige Wachstumsfelder der in der Hamburger Mediengruppe geführten Unternehmen“ konzentrieren. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen. „Für C.H.Beck ergibt sich dadurch die erfreuliche Möglichkeit, unser langjähriges Engagement als Gesellschafter des dtv auszubauen und die erfolgreiche Entwicklung des dtv weiter konstruktiv zu begleiten“, lässt sich der Verleger Jonathan Beck in der Mitteilung des Verlages zitieren. Das Familienunternehmen C.H.Beck hält damit künftig mehr als 62 Prozent an dtv. Zählt man auch noch die Anteile der OTB Beteiligungsgesellschaft an dtv hinzu, die gemeinsam von den Verlagen Hanser und C.H.Beck gehalten wird, kommt C.H.Beck sogar auf rund 70 Prozent der Anteile. Der dtv wurde 1960 von elf Verlagen ursprünglich als reiner Taschenbuchverlag für Zweitveröffentlichungen gegründet, später wurde das Verlagsprogramm aber erheblich erweitert. Heute gehört dtv zu den größten unabhängigen Publikumsverlagen in Deutschland. Jährlich erscheinen in dem Verlag rund 400 Titel, 70 Prozent davon als Erstveröffentlichungen.
Starke US-Jobdaten kurbeln Wetten auf steigende Zinsen im Dezember anEin überraschend starker US-Stellenaufbau hat die Spekulationen auf steigende Zinsen zum Jahresende angetrieben. An den Anleihemärkten kletterten die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries im Zuge dessen auf 4,53 Prozent von zuvor 4,471 Prozent. Die Verzinsung der Papiere mit zweijähriger Laufzeit zog um 5,6 Basispunkte auf 4,105 Prozent an. Der Euro sank auf 1,1610 Dollar von zuvor 1,1640 Dollar. Die US-Aktienfutures und der Goldpreis weiteten ihre Verluste aus.Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Irankrieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem am Freitag vorgelegten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet.An den Terminmärkten wurde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember nach der Datenveröffentlichung bei 63 Prozent gesehen, nach zuvor 48 Prozent. Die Fed, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins jüngst in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Für den Juni-Entscheid gingen die Börsianer nach wie vor von einer anhaltenden Zinspause aus.
US-Schnellrestaurantkette Taco Bell kommt nach DeutschlandEin bayerischer Gastronom will die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette Taco Bell in Deutschland eröffnen. Pachtverträge für zwei Restaurants in München sind unterschrieben, wie der Unternehmer Christian Lehmann mitteilte. Insgesamt seien in den nächsten fünf Jahren 15 Standorte in München, Nürnberg und Passau geplant. Zuvor berichteten mehrere Medien.Taco Bell ist mit gut 8.000 Restaurants und „Tex Mex“-Küche – kurz für Texas/Mexiko – in den Vereinigten Staaten eine etablierte Größe, außerhalb der Vereinigten Staaten betreibt die Kette bisher rund 1.000 Restaurants. Zum Mutterkonzern Yum Brands gehören neben Taco Bell auch Pizza Hut und KFC, besser bekannt unter dem früheren Namen Kentucky Fried Chicken.Europa ist ein Schwerpunkt der Expansion für Taco Bell, doch in Deutschland haben sich die Pläne verzögert. So ist die Kette nach Angaben auf der LinkedIn-Seite des Unternehmens bereits in Großbritannien, Rumänien, Griechenland und Schweden vertreten, aber nicht in Deutschland – obwohl die Eröffnung der ersten Filiale bereits für den Sommer 2025 angekündigt war.
Kein Raketenstart für SpaceX im S&P 500Der Indexanbieter S&P Global hält nach eigenen Angaben an seinen strengen Aufnahmeregeln fest und dämpft damit die Pläne zum Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. „Ausnahmen von den Anforderungen an die wirtschaftliche Tragfähigkeit, die Mindestdauer der Börsennotierung und den Streubesitzfaktor sollten nicht allein aufgrund der Marktkapitalisierung gewährt werden“, teilte das Unternehmen mit. Damit ist eine schnelle Aufnahme von SpaceX in den Leitindex S&P 500 nach dem geplanten Börsengang faktisch vom Tisch. Unternehmen müssen mindestens zwölf Monate an einer anerkannten Börse notiert sein, bevor sie für den S&P 500 infrage kommen.SpaceX strebt bei seinem Börsendebüt einen Erlös von 75 Milliarden Dollar an, was einer Bewertung des Unternehmens mit 1,75 Billionen Dollar entspräche und es sofort in die Riege der zehn wertvollsten US-Konzerne katapultieren würde. Während der Konkurrent FTSE Russell neue Regeln für eine beschleunigte Indexaufnahme angekündigt hat, für die SpaceX infrage kommt, pocht S&P auf nachweisliche Profitabilität und eine längere Börsenhistorie.Eine rasche Indexaufnahme nach einem Börsengang kann Liquidität und Sichtbarkeit einer Aktie erhöhen und Mittel passiver Fonds anziehen. Die zusätzliche Nachfrage kann den Kurs stützen.
Nvidia-Chef sieht Robotik als nächstes Wachstumsfeld in Südkorea Der Chef des US-Chipkonzerns Nvidia sieht in der Robotik den nächsten großen Wachstumsmarkt in Südkorea. „Südkorea hat viele Sektoren, in die man investieren kann“, sagte Jensen Huang nach seiner Landung aus Taiwan am Flughafen Gimpo in Südkorea am Freitag vor Journalisten. „Die Robotik wird hier in Korea der nächste große Sektor sein.“ Auf seiner Reise stünden Treffen mit Vertretern von Hyundai, LG, SK, Samsung und Naver auf dem Programm. Auf die Frage, ob er Geschenke mitgebracht habe, sagte er, er habe viele Geschäfte für das Land dabei. „Ich habe einige Überraschungen parat.“Nvidia werde mit südkoreanischen Unternehmen in den Bereichen Robotik und künstliche Intelligenz (KI) zusammenarbeiten, erklärte Huang weiter. Da Südkorea ein weltweites Produktionszentrum sei, könne man die Robotik-Technologie und die physische KI-Technologie hier für die Industrie anwenden. Auch die Herstellung von Halbleitern werde in Zukunft zunehmend von Robotik und KI gesteuert werden. „Daher haben wir die große Chance, auch mit den hiesigen Halbleiterunternehmen zusammenzuarbeiten.“
Ifo: Gut jedes zweite Unternehmen nutzt KI – „In der Breite angekommen“Mehr als jedes zweite Unternehmen in Deutschland setzt auf künstliche Intelligenz (KI). 54,5 Prozent nutzen diese bereits in ihren Geschäftsprozessen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Im vergangenen Jahr lag der Anteil erst bei 40,9 Prozent. Weitere 16 Prozent der Unternehmen planen bereits den Einsatz von KI, 21,6 Prozent diskutieren darüber. „Künstliche Intelligenz ist in der deutschen Wirtschaft endgültig in der Breite angekommen“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Dynamik bei der Einführung ist hoch.“Besonders stark verbreitet ist KI in der Industrie. Dort nutzen bereits 58,7 Prozent der Betriebe KI-Anwendungen. Auch im Dienstleistungssektor ist der Einsatz mit 56,2 Prozent weit verbreitet. Im Handel hat sich die Nutzung ebenfalls deutlich auf nun rund 45 Prozent ausgeweitet. „Besonders dynamisch ist die Entwicklung im Bauhauptgewerbe“, betonten die Ifo-Forscher. Innerhalb von drei Jahren stieg der Anteil der Firmen mit KI-Nutzung von 7,1 auf 39,8 Prozent.Unternehmen nutzen KI bislang vor allem zur Unterstützung bestehender Arbeitsprozesse. Besonders häufig kommt KI in der Verwaltung, bei der Datenanalyse, beim Programmieren, im Schriftverkehr sowie zur Informationsrecherche zum Einsatz. Viele Unternehmen verwenden KI zudem für Aufgaben in Planung, Controlling oder Kundenkommunikation. In der Industrie gewinnt KI auch in produktionsnahen Bereichen wie Qualitätskontrolle, Produktionsplanung oder Wartung immer mehr an Bedeutung. „Die Unternehmen setzen KI vor allem dort ein, wo sie sich konkrete Effizienzgewinne versprechen“, sagte Ifo-Experte Wohlrabe. „Besonders bei Routineaufgaben und der Verarbeitung großer Informationsmengen eröffnet KI neue Möglichkeiten.“
Studie: Deutsche Autobauer verlieren international den AnschlussDie deutschen Autobauer sind mit einem Gewinneinbruch ins Jahr 2026 gestartet und fallen im internationalen Vergleich zurück. Einer am Freitag veröffentlichten Studie der Beratungsgesellschaft EY zufolge sank der Gewinn der drei deutschen Konzerne Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW im ersten Quartal um 23 Prozent. Zugleich konnten die US-Konzerne ihren Überschuss um 83 Prozent steigern. Auch beim Umsatz verzeichneten die deutschen Autobauer als einzige einen Rückgang von vier Prozent, während etwa die Hersteller aus den USA um fünf Prozent und die japanische Konkurrenz um vier Prozent zulegten.Die Profitabilität der gesamten Branche steht unter Druck. Die durchschnittliche Marge der 19 größten Autokonzerne sank auf 3,5 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Wert seit dem Corona-Jahr 2020. „Die Krise ist gerade für die deutschen Autokonzerne längst noch nicht überwunden“, sagte Constantin M. Gall, Branchenexperte bei EY. Die deutsche Autoindustrie befinde sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. „Wegfallende Auslandsmärkte, teure Überkapazitäten, hohe Software-Investitionen und ein langsamer Hochlauf der Elektromobilität belasten die Ergebnisse“, so Gall.Im Ranking der profitabelsten Autokonzerne belegt der japanische Hersteller Suzuki der Studie zufolge mit einer Marge von 10,9 Prozent den Spitzenplatz, gefolgt vom US-Branchenprimus General Motors (9,4 Prozent) und Kia (7,5 Prozent) aus Südkorea. BMW kommt mit 6,5 Prozent auf Rang vier, Mercedes-Benz liegt mit 6,0 Prozent auf Platz sechs, Volkswagen mit 3,3 Prozent auf Rang 13.Als Bremsklotz erweist sich zunehmend das Geschäft in China. Dort brach der Absatz der deutschen Konzerne um 16 Prozent ein. „Von der Cashcow zum Sorgenkind: China bleibt eines der größten Probleme für die deutschen Konzerne“, erklärte Gall. Zudem erschwert ein schwieriges globales Umfeld die Lage der Hersteller. „Geopolitische Spannungen, Nationalismus, Handelsschranken und wechselnde politische Präferenzen für die eine oder andere Antriebstechnologie prägen das Umfeld“, sagte Gall. Die deutschen Konzerne befänden sich in einer sehr schwierigen Lage, da sie nicht mehr von einem freien Welthandel profitieren könnten.
US-Investor will offenbar mit Reederei MSC die Airline Easyjet übernehmenDer US-Finanzinvestor Castlelake prüft einem Medienbericht zufolge eine Partnerschaft mit der weltgrößten Reederei MSC für eine mögliche Übernahme des britischen Billigfliegers Easyjet. Dies berichtete die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Aktie der Airline legte daraufhin um 2,3 Prozent zu.Castlelake hatte vorige Woche mitgeteilt, eine Übernahme zu einem Preis von mehr als 403,23 Pence je Aktie zu erwägen. Eine formelle Offerte liegt jedoch noch nicht vor. Nach britischem Übernahmerecht hat die Firma bis zum 26. Juni Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder sich zurückzuziehen. Analysten zufolge machen die niedrige Bewertung, die Start- und Landerechte an wichtigen Flughäfen und die stabile Flotte Easyjet zu einem attraktiven Übernahmeziel. MSC und Easyjet lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Von Castlelake war zunächst kein Kommentar zu erhalten.
SpaceX setzt Ausgabepreis für BörsengangDie Pläne für den Börsengang von SpaceX konkretisieren sich weiter: Das von Elon Musk gegründete Unternehmen gab am Mittwoch in einer aktualisierten Version seines Börsenprospekts bekannt, einen Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie anzustreben. Bei diesem Preis würde SpaceX mit insgesamt 1,77 Billionen Dollar bewertet. Das Unternehmen will nach eigener Aussage knapp 555,6 Millionen Aktien ausgeben. Beim angestrebten Emissionspreis würde es damit rund 75 Milliarden Dollar einsammeln.Damit bestätigt sich, dass SpaceX mit seinem Börsengang Rekorde brechen dürfte. Noch nie hat ein Börsendebütant auch nur annähernd so viel Geld eingesammelt. Der bisherige Rekordhalter ist der saudische Ölkonzern Saudi Aramco, dessen Börsengang 2019 rund 29 Milliarden Dollar einbrachte.SpaceX will Medienberichten zufolge am 12. Juni an die Börse Nasdaq in New York gehen. Es ist eher ungewöhnlich, dass Unternehmen schon mehr als eine Woche vorher einen exakten Preis vorgeben. Üblicherweise wird zunächst einmal eine Preisspanne genannt, und der genaue Betrag wird dann kurz vor dem Börsengang festgelegt. Es wäre denkbar, dass SpaceX den Preis vor dem Börsengang noch anpasst. Nach einem Bericht der „New York Times“ ist dies aber nicht zu erwarten.Musk ist schon heute der mit Abstand reichste Mensch der Welt. Im „Bloomberg Billionaires Index“ wird sein Vermögen derzeit auf 726 Milliarden Dollar beziffert. Bloomberg zufolge würde sein Vermögen beim jetzt festgelegten Ausgabepreis auf 988 Milliarden Dollar ansteigen. Sollte der Aktienkurs also nach dem Börsendebüt steigen, könnte er zum Billionär werden.
Hochtief steigt erstmals in den Dax aufDer Baukonzern Hochtief steigt zum ersten Mal in den deutschen Leitindex Dax auf. Das Essener Unternehmen verdrängt in Deutschlands wichtigstem Börsenindex zum 22. Juni den Volkswagen-Großaktionär Porsche Automobil Holding SE, der in den Nebenwerteindex MDax für mittelgroße Unternehmen absteigt, wie die Deutsche-Börse-Tochter ISS Stoxx im schweizerischen Zug mitteilte. Der Aufstieg von Hochtief kommt nach Ansicht von Experten nach einem starken Lauf der Aktie in den vergangenen Monaten nicht überraschend. Das Unternehmen profitiert demnach unter anderem vom Boom bei Rechenzentren, von Milliarden-Infrastrukturprogrammen sowie steigenden Verteidigungsausgaben in vielen Ländern.